GDPdU

GDPdU - Grundsätzliches

Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen

gemäß BMF-Schreiben vom 16. Juli 2001

Die GDPdU sind Erlasse des Bundesministeriums für Finanzen (BMF), welche die Anwendung des Datenzugriffs sowie die Prüfbarkeit digitaler Unterlagen regeln. Das BMF-Schreiben wurde am 16. Juli 2001 veröffentlicht und richtet sich an die weisungsgebundenen Finanzbehörden.

Für die Unternehmen sind hingegen die Bestimmungen der Abgabenordnung (AO) rechtlich bindend, was in der Praxis häufig übersehen wird. Wichtig sind vor allem die Änderungen der AO durch das Steuersenkungsgesetz vom 23. Oktober 2000, die die Paragraphen:

  • § 146 Abs. 5 S. 2 und 3 AO,
  • § 147 Abs. 2, 5 und 6 AO und
  • § 200 Abs. 1 AO betreffen.

GDPdU in der Praxis der letzten Jahre

Theoretisch sind diese detaillierten Bestimmungen zur digitalen Buchführung in Deutschland seit 1. Januar 2002 anzuwenden. In der Praxis kam die digitale Außenprüfung erst ab ca. 2005 flächendeckend zum Einsatz. Seit ca. 2008 wird sie mit einem hohen Maß an Sachverstand verstärkt durchgeführt.

Wie intensiv geprüft wird, ist stark vom einzelnen Prüfer abhängig. Während manche schon überwiegend digital prüfen, greifen andere noch auf herkömmliche Verfahren zurück. In der Regel werden jeweils die letzten vier Jahre untersucht. Das bedeutet, Unternehmen erhalten beispielsweise eine Prüfungsanordnung für die Geschäftsjahre 2006 bis 2010. Dadurch wird häufig ersichtlich, ob es sich um eine digitale oder herkömmliche Prüfung handeln wird. Bei Großkonzernen können die Prüfungen kontinuierlich vonstattengehen.

Bisher sind von den neuen Grundsätzen hauptsächlich die Vollbetriebsprüfung, die Zollprüfung, Umsatzsteuernachschau sowie die Lohnsteueraußenprüfung betroffen. Vereinzelt finden digitale Überprüfungsverfahren auch in weiteren Bereichen Anwendung, wie z. B. bei der Bier- und Kaffeesteuer. Es ist davon auszugehen, dass die digitale Betriebsprüfung ab 2014 die Regel sein wird. Wie die Erfahrung zeigt, beginnen die Behörden die Prüfung häufig digital, führen sie dann aber analog zu Ende.

Weitere Artikel zu diesem Thema

  • Rechtliche Grundlagen

    Rechtliche Grundlagen Die Modalitäten ...

  • Problemfelder

    Problemfelder bei der Umsetzung der GDPdU Mit ...

  • Altsysteme

    [Kein Text]

  • SAP

    Abschaltung von SAP-Systemen Gemäß dem ...

  • MS Dynamics/Navision

    Abschaltung von Microsoft Dynamics/Navision-Systemen ...

  • AS/400

    Abschaltung von AS/400-Systemen Gemäß ...

  • Oracle

    Abschaltung von Oracle-Systemen Gemäß ...

  • PAISY

    Abschaltung von PAISY-Systemen Gemäß ...

  • Lexware

    Abschaltung von Lexware-Systemen Gemäß ...

  • BS2000

    Abschaltung BS/2000 Gemäß dem deutschen ...

  • Exact

    Abschaltung von Exact-Systemen Gemäß ...

  • V3

    Abschaltung von V3-Fondsverwaltungssytemen Gemäß ...

  • SoftM

    Abschaltung von SoftM-Systemen Gemäß ...

  • KORDOBA

    Abschaltung von KORDOBA-Systemen Gemäß ...

  • Baan

    Abschaltung von Baan-Systemen Gemäß ...

  • JD Edwards

    Abschaltung von JD Edwards-Systemen Gemäß ...

  • Varial

    Abschaltung von Varial-Systemen Gemäß ...

  • Mega

    Abschaltung von Mega-Systemen Gemäß ...

  • proALPHA

    Abschaltung von proALPHA-Systemen Gemäß ...

  • L5000

    Abschaltung von L5000-Systemen Gemäß ...

  • DIAMANT

    Abschaltung von DIAMANT-Systemen Gemäß ...

  • IFS

    Abschaltung von IFS-Systemen Gemäß dem ...

  • Addison

    Abschaltung von Addison-Systemen Gemäß ...

  • Sage

    Abschaltung von Sage-Systemen Gemäß ...

Diesen Artikel jetzt bewerten
Übermittlung Ihrer Stimme...

Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.

Diesen Artikel jetzt bookmarken

twitter.comfacebook.comstudivz.netmyspace.comdel.icio.usdigg.comFolkdgoogle.comLinkaARENAMister Wongnewsvine.comRedditstumbleupon.comlive.comYahooMyWebYiggIt

Kontakt

Top

Bewertet

Gelesen