JD Edwards
Abschaltung von JD Edwards-Systemen
Gemäß dem deutschen Steuerrecht und internationaler Anforderungen dürfen Altsysteme nur dann abgeschaltet werden, wenn die Archivlösung dem Unternehmen in qualitativer und quantitativer Weise die gleichen Auswertungsmöglichkeiten wie im Produktivsystem bietet. Aufbewahrungsfristen und die Sicherstellung der drei verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten müssen besonders für Altsysteme respektive die Archivlösung sichergestellt sein. Ist dies nicht gewährleistet, kann es im Falle einer Prüfung für die Unternehmen zu immensen Kosten kommen.
Bei der Stillegung eines JD Edwards-Systems ergeben sich spezifische Fragen. Im Folgenden finden Sie darauf Antworten, die auf langjähriger Erfahrung im Umgang mit der Abschaltung von diesen Systemen gründen.
JD Edwards, abgekürzt JDE, wurde als amerikanischer Softwarehersteller 1977 gegründet und im Jahr 2003 von PeopleSoft Inc. übernommen. Dieser ERP-Hersteller wurde 2005 von der Oracle Corporation akquiriert. Die Marke JDE steht für drei Produktlinien: "world" für IBM AS/400 Plattformen, "OneWorld" für CNC-Architekturen und "EnterpriseOne" für web-basierte Thin-Client-Lösungen.
Die JD Edwards EnterpriseOne Anwendungs-Suite bietet eine breit gefächerte Unterstützung für verschiedene Betriebssysteme, Datenbanken und Middleware von Oracle und anderen Anbietern.
Sie ist eine offene Plattform, läuft auf bestehender Hardware und unterstützt eine Vielzahl von Geschäftsprozessen mit einer gemeinsamen Datenbank als Informationsquelle.
Welche Module existieren innerhalb von JD Edwards-Systemen und müssen im Rahmen der Abschaltung berücksichtigt werden?
Folgende Hauptmodule bietet JD Edwards EnterpriseOne:
- Finanz- und Rechnungswesen
- Anlagenverwaltung und -buchhaltung
- Warenwirtschaft
- Customer Relationship Management
- Supply Chain Management
- Produktionsplanung und -steuerung
- Supplier Relationship Management
- Projektmanagement
- Personalwesen
- Analysen und Auswertungen
- Tools und Technologie
Welche Auswertungen müssen im Rahmen der Abschaltung eines JD Edwards-Systems berücksichtigt werden?
In Abhängigkeit von den gewählten Modulen müssen bei der Stillegung des Systems nachstehende Auswertungen berücksichtigt werden:
- Anlagenspiegel und -gitter in der Anlagenbuchhaltung
- Rechnungsdaten in der Warenwirtschaft
- Offene Posten, Bilanz. GuV im Finanzwesen
- Lohnkonten und -arten im Personalwesen
Welche Besonderheiten gibt es innerhalb von JD Edwards-Systemen?
Besonderheiten gibt es im Hinblick auf die Datenbanken: In den "World"-Systemen, basierend auf der AS/400-Datenbank, kann der Datenzugriff über iSeries-Treiber realisiert werden. Bei den "EnterpriseOne"-Systemen hat die variable Datenbank von Oracle zur Folge, dass keine einheitliche Schnittstelle zu dem System existiert.
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