KORDOBA
Abschaltung von KORDOBA-Systemen
Gemäß dem deutschen Steuerrecht und internationaler Anforderungen dürfen Altsysteme nur dann abgeschaltet werden, wenn die Archivlösung dem Unternehmen in qualitativer und quantitativer Weise die gleichen Auswertungsmöglichkeiten wie im Produktivsystem bietet. Aufbewahrungsfristen und die Sicherstellung der drei verschiedenen Zugriffsmöglichkeiten müssen besonders für Altsysteme respektive die Archivlösung sichergestellt sein. Ist dies nicht gewährleistet, kann es im Falle einer Prüfung für die Unternehmen zu immensen Kosten kommen.
Bei der Stillegung eines KORDOBA-Systems ergeben sich spezifische Fragen. Im Folgenden finden Sie darauf Antworten, die auf der langjährigen Erfahrung im Umgang mit der Abschaltung von diesen Systemen gründen.
KORDOBA steht für Kundenorientiertes Dialogsystem für Bankgeschäfte und hat bei kleineren und mittleren Banken eine vergleichbar hohe Marktdurchdringung wie SAP-Systeme in der produzierenden Industrie.
Das System geht in seinen Anfängen auf eine Entwicklung der Siemens AG zurück und wurde 1982 erstmals an den Markt gebracht. Die Weiterentwicklung wurde 1998 auf die KORDOBA GmbH übertragen, die zunächst eine Konzerngesellschaft von Siemens war und 2004 an die Fidelity National Information Services verkauft wurde.
Welche Module existieren innerhalb von KORDOBA-Systemen, die für die Besteuerung relevant sind und damit im Rahmen der Stillegung berücksichtigt werden müssen?
Die Systemarchitektur von KORDOBA ist modular aufgebaut:
- Core-Banking-System (Core24)
Hier wird zwischen Basissystem ( Kundendaten, Grundsystem, Homebanking, Anbindung) und Buchungssystem unterschieden. Das Buchungssystem umfasst die Be- und Verarbeitung von Transaktionen aus dem Aktiv- und Passivbereich inkl. der Kontenabwicklung. - Wertpapiersystem ( K-GS)
Steuerrelevante Daten in den Feldern Depotmanagement, Wertpaperstamm- und Termindaten, Fondsgeschäft, Wertpapierabrechnung und Schlussnotenverarbeitung. - Banksteuerung (K-Control)
Hier wird zwischen den Hauptfeldern Rechnungswesen, Liquiditätsmanagement sowie Risiko- und Ertragscontrolling unterschieden - Automatisierung und SB-Betrieb (K-Gate)
SB-Netzbetrieb, Autorisierung, Cashmanagement, eJournal und Monitoring
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